Urlaub – für die Seele

Angedacht

Liebe Leserin, lieber Leser,

wenn Sie dies lesen, ist der Sommer bei uns eingekehrt.
Im Oberharz kommt er immer ein wenig sanfter und milder. Den ersten Sturm und Drang hat er im Tal gelassen und beim Aufstieg in den Oberharz verloren.
Und auch in den folgenden Wochen und selbst im Hochsommer ist es bei uns auf der Höhe immer ein wenig kühler und luftiger und die hohen Bäume spenden den Wanderern und den Mountainbikern Schatten.
Unterwegs laden saftige grüne Wiesen, kleine Bäche und Teiche zur Rast ein.
Picknickkörbe und Rucksäcke werden ausgepackt, Decken, so vorhanden, auf den Boden gelegt.
Schuhe ausgezogen.
Im Schneidersitz essen wir vom mitgebrachten Brot, vom Käse und den Trauben; wir teilen Saft, Wasser und Wein – und vergessen die Sonnenhüte aufzusetzen…so schön kann der Sommer sein.
Wir sind gar nicht weit weggefahren – und fühlen uns doch wie an einem von unserem Alltag weit entfernten Ort. Es braucht nicht viele Kilometer, um innezuhalten, langsamer zu atmen, das Grübeln zu lassen…einfach mal nichts denken. Oder eine ganz neue Perspektive gewinnen: auf den Sommer und die Welt, auf unser Leben und auf die, die wir lieben.

Wenn wir satt sind, packen wir die Reste wieder ein und legen uns zurück. Wir schauen in einen strahlend blauen Himmel, zählen die Schäfchenwolken, blinzeln der Sonne zu und schließen die Augen.
Einfach mal die Seele baumeln lassen – und vielleicht finden wir ja sogar, wenn wir wieder daheim sind, auch für den Alltag eine neue Perspektive – in Gottes Namen. Amen.

Ihre

Pn. Dr. Sybille C. Fritsch-Oppermann