Lions-Club Oberharz unterstützt die Kirchenkreissozialarbeit

Im letzten Gemeindebrief habe ich beschrieben, was Kirchenkreissozialarbeit innerhalb des Diakonischen Werks unseres Kirchenkreises leistet, welche Hilfen durch sie angeboten werden und welche Projekte durch die Kirchenkreissozialarbeit in den letzten Jahren und Jahrzehnten im Oberharz ins Leben gerufen werden konnten. Projekte, aus denen unzählige Einwohner unserer Region einen Gewinn für sich verbuchen. Oft sind dies Menschen, die nicht gerade auf der „Sonnenseite des Lebens“ stehen. Kirchenkreissozialarbeit als eine Form diakonischer Zuwendung versucht Menschen in leiblicher Not, in seelischen Bedrängnissen und in sozial schwierigen Verhältnissen zu helfen und sucht gleichzeitig die Ursachen solcher Nöte zu beheben. Um durch Einzelfallhilfen Not lindern zu können, wird Geld benötigt, und auch Projekte müssen finanziert sein, sonst sind sie meist wirkungslos. Kircheneigene Mittel reichen jedoch oft nicht mehr aus, um alle Aufgaben zu finanzieren. Für die Erfüllung unserer Aufgaben benötigen wir auch Sponsoren und großzügige Unterstützer. D.h. die Kirchenkreissozialarbeit benötigt Partner, um ihre Ziele umzusetzen. Da erscheint es etwa sinnvoll, sich jemanden zu suchen, der sich ähnliche Ziele auf die Fahnen geschrieben hat, wie das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche. Der Lions-Club Oberharz ist auch so ein Partner. Die Mitglieder des Lions-Club Oberharz sind ein „freundschaftlicher Zusammenschluss von Persönlichkeiten der verschiedenen Berufsgattungen aus Clausthal-Zellerfeld und seiner Umgebung“, die „den Geist gegenseitigen Verständnisses und wechselseitiger Achtung pflegen und fördern“ (www.lionsoberharz.jimdo.com). Der Lions-Club möchte mit seinen Möglichkeiten „das Gemeinwohl fördern und mit innerer Bereitschaft tätige Hilfe bei geistiger und materieller Not üben. Jedes Mitglied verpflichtet sich, zu dieser Hilfe nach Kräften beizutragen“. Die Lions-Mitglieder bewegen sich mit ihren Zielen also auf einer Ebene mit den Vorstellungen der Diakonie von gelebter Nächstenliebe, d. h. von ganz konkretem Ausdruck praktischer Hilfen für Menschen in Not. Und damit ist der Lions-Club Oberharz ein hervorragender Bündnispartner für die Umsetzung der Ziele in der Kirchenkreissozialarbeit. Die Kirchenkreissozialarbeit des Diakonischen Werks hat durch ihre profunde Kenntnis der „Sozialen Landschaft“ im Oberharz, durch ihre lange Beratungstätigkeit, die durch viele Menschen vertrauensvoll in Anspruch genommen wird, und durch ihren geschärften Blick für Notlagen sozusagen das „Know-How“, um gezielt und nachhaltig Hilfen einsetzen zu können. Und der Lions-Club Oberharz stellt an dieser Stelle großzügig und in absolutem Vertrauen in die Professionalität der Kirchenkreissozialarbeit Mittel zur Verfügung, um Einzelfallhilfen und Projekte geschehen zu lassen. Es gibt unzählige Einzelfallhilfen, die seit 1991, dem Beginn meiner Tätigkeit als Kirchenkreissozialarbeiter, durch mich vermittelt wurden, und die ohne die tätige Mithilfe des Lions-Club Oberharz nicht zu Stande gekommen wären. Nie war hierfür große Überzeugungsarbeit nötig. Das möchte ich besonders betonen. Es gibt kein aus Kirche und Diakonie im Oberharz geborenes Projekt, in das nicht Mittel des Lions-Clubs geflossen sind. Von ganzem Herzen „Danke“ sagen möchte ich an dieser Stelle für diese hervorragende Zusammenarbeit. Der „Lions-Club Oberharz“ begeht im nächsten Jahr sein 50-jähriges Jubiläum. Und deshalb möchte ich gern in einem der nächsten Gemeindebriefe diesen Artikel fortsetzen und darauf eingehen, in welchen konkreten Situationen Hilfen des Diakonischen Werks und des Lions-Clubs eingesetzt werden konnten.

Norbert Hammermeister,
KirchenkreissoziaIarbeiter
Diakonisches Werk Harzer Land
(Beratungsstelle Clausthal-Zellerfeld)