Angebote der Kirchen im Oberharz als Flyer im Briefkasten

Per Postwurfsendung über aktuelle Hilfsangebote informieren

Wenn die Menschen schon nicht in die Kirche kommen können, dann muss Kirche eben nach Hause zu den Menschen gelangen! Das dachten sich zumindest die evangelischen Kirchen in der Region Oberharz und haben eine Übersicht zu ihren aktuellen Unterstützungsangeboten drucken lassen. Der Flyer wird spätestens in der kommenden Woche an alle Haushalte, die Werbung zulassen, per Postwurfsendung zugestellt. Denn nicht alle Kirchenmitglieder verfügen schließlich über einen PC, Internetanschluss oder ein Smartphone. Nicht alle nehmen die online zur Verfügung gestellten Informationen und Angebote der Kirchengemeinden im Oberharz wahr und wissen somit gar nichts von den Unterstützungsmöglichkeiten. „Ein vielleicht ungewöhnlicher Weg – aber wir erleben ja gerade auch ungewöhnliche, herausfordernde Zeiten“, so beschreibt es Pastor André Dittmann, der die 9.000 Faltblätter am Dienstagnachmittag von der Druckerei Papierflieger in Clausthal-Zellerfeld abgeholt hat und die Tage nach Braunschweig zur Verteilung bringen wird.
Was sich die Kirchen im Oberharz so haben einfallen lassen?

Da ja nunmal gerade keine Gottesdienste stattfinden können, bieten die Kirchengemeinden Bad Grund und Wildemann ab sofort Andachten und Gebete für Zuhause an. Kostenfrei zum Mitnehmen im Kiosk am Eck in Wildemann oder auf der Homepage der Kirchengemeinden (www.kirchengemeinde-badgrund.de und www.kirchengemeinde-wildemann.de. Geistliche Angebote für Zuhause hat die Kirchengemeinde Clausthal im Gepäck – auf der Homepage www.kg-clausthal.wir-e.de und in verschiedenen Geschäften. Zudem wird unkomplizierte Hilfe bei Einkäufen geboten. An den Zu-Hause-Gottesdiensten beteiligt sich zudem die Kapellengemeinde Buntenbock (kg-clausthal.wir-e.de, bisher: www.kirchengemeinde-clausthal.de).
Auch die Kirchengemeinden in St. Andreasberg und Altenau bieten Zu-Hause-Gottesdienste kostenfrei zum Mitnehmen oder auf der Homepage www.martinigemeindesanktandreasberg.wir-e.de und www.kirche-altenau.wir-e.de an, dem schließen sich auch die Kirchengemeinde Zellerfeld und Lautenthal an (www.kirchengemeinde-zellerfeld.wir-e.de und www.kirchengemeinde-lautenthal.wir-e.de). Sie liegen bei Rewe und Papierflitzer sowie bei Rewe-Nahkauf in Lautenthal aus.

Die Kirchengemeinde Hahnenklee (www.stabkirche.de) bietet thematische Kurzandachten für Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag und Ostern (siehe Webseite und Facebook). Dieses Angebot wollen alle Kirchengemeinden für Ostern bereithalten – einige versenden auch diese Gottesdienstzettel per Post.

Unter den Telefonnummern der Gemeinden können außerdem Einkaufsdienste in Anspruch genommen werden. Als überörtliche Angebote werden die Einkaufshilfe der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld unter Tel. 05323-931931 und die Einkaufshilfe des Diakonischen Werks mit Rotary-Club Clausthal-Zellerfeld und Kellerclub im StuZ e.V. unter Tel. 05323-715618. Gerne auch per E-Mail an norbert.hammermeister@evlka.de!
Alle Pastoren aus dem Oberharz betonen, dass sie jederzeit gerne für Gespräche zur Verfügung stehen – auch bei kleinen Sorgen. „Sei es, dass ihnen einfach gefühlt die Decke auf den Kopf fällt, sie Hilfe oder Unterstützung benötigen, sich etwas von der Seele reden möchten oder jemanden zum Zuhören brauchen – scheuen sie nicht, das Gespräch zu einem Seelsorger ihrer Wahl zu suchen“, betont André Dittmann.

Die Kirchengemeinden im Oberharz laden außerdem zur Aktion „Licht der Hoffnung“ ein: Also täglich beim Abendläuten mit einer Kerze im geöffneten Fenster zu Hause ein Hoffnungslicht leuchten zu lassen. Unabhängig davon, ob jemand einer Kirche angehört, kann er oder sie sich gerne jederzeit bei einem Pastor oder Kirchengemeinde seiner Wahl melden. „Wir finden gemeinsam eine Lösung“, so Dittmann abschließend.