Weihnachten ist jeden Tag…

Im Januar schon wurden die Tage wieder länger. Eigentlich schon seit dem 21. Dezember. Das ist wundervoll: mitten im Winter beginnt es wieder lichter zu werden. Kommt noch Schnee hinzu, dann ist die Mischung aus Helle und Stille fast perfekt – wie es in diesem Jahr auch war. Mitten im Dunkel, inmitten der Nacht kommt Gott zur Welt. Ein für alle Mal, nicht mehr zu verlieren. In Freiheit zu ergreifen und Hoffnung für die Welt. Und im April gesellt sich dann im Oberharz zu diesen länger und lichter werdenden Tagen erstes zartes Grün und der Duft von Frühling. Soviel Leben und so viel österliche Verheißung begegnet uns da in der Natur. Und eigentlich müsste uns das alles nur umso mehr und immer wieder an die frohe weihnachtliche Botschaft von Gottes Menschwerdung erinnern, in der alle Rettung für uns und die Welt beschlossen liegt.
Und deshalb bin ich nicht glücklich damit, wie die hohen kirchlichen Feste den jeweiligen Jahreszeiten zugeordnet werden. Denn wie das Kreuz der Welt schon an der Krippe auf Erlösung wartet, so umgreift und ermöglicht Gottes Menschwerdung im Stall erst Ostern – Auferstehung der Menschen in eine heilige Wirklichkeit, die jenseits aller Zeit und allen Raums immer neu und immer wieder im Heute erfahren werden kann, will und muss. Weihnachten ist jeden Tag – auch noch im Frühling und gerade zu Ostern und alle Tage wieder. Das gilt auch und gerade in Krisenzeiten. Denn es gilt bei Gott und es gilt allen seinen Geschöpfen.

Bleiben Sie behütet

Ihre
Pn. Dr. Sybille C. Fritsch-Oppermann
Beauftragte für Tourismus, Kultur und
Öffentlichkeitsarbeit in der Region
Oberharz, KK Harzer Land/LK Hannovers
ANGEDACHT
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