Online-Reihe: Teil 10

Doktrin

Schlage die Trommel und fürchte dich nicht,
und küsse die Marketenderin!
Das ist die ganze Wissenschaft,
das ist der Bücher tiefster Sinn.

Trommle die Leute aus dem Schlaf,
trommle Reveille mit Jugendkraft,
marschiere trommelnd immer voran,
das ist die ganze Wissenschaft.

Das ist die Hegelsche Philosophie,
das ist der Bücher tiefster Sinn!
Ich habe sie begriffen, weil ich gescheit,
und weil ich ein guter Tambour bin.
(Heinrich Heine)

Ihr Lieben, sehr geehrte Damen und Herren,
eine lange Sommerpause ist zu Ende und ich melde mich zurück mit den freitäglichen Rundbriefen.
Sie erreichen ihre Leser und Leserinnen nun jeweils am ersten Freitag bzw. Wochenende eines Monats. Und werden ergänzt durch Virtuelle Workshops – im Jahr 2020 zunächst zwei an der Zahl.
So weit das eben möglich ist, kehren wir auch, „in neuer Normalität“ zu den Live Events der Kulturkirche Zellerfeld im Oberharz zurück.

In dieser Woche schreibt den Beitrag Achim Lenz. Er beschenkt uns seit Jahren mit den Inszenierungen und Aufführungen der Bad Gandersheimer Domfestspiele, die 2020 wegen der Corona Pandemie leider abgesagt werden mussten.

Unser Netz und die davon ausgehende weitere Vernetzung wachsen und gedeihen weit über regionale und landeskirchliche Grenzen hinaus in den gesamten deutschsprachigen Raum. Und ich bin von Herzen froh, dass Leser und Leserinnen und Beitragende zu diesen freitäglichen Aussendungen aus ganz unterschiedlichen Hintergünden – beruflichen, kulturellen und spirituellen – kommen.
Aus der Krise heraus chancenreich wachsen werden wir nur gemeinsam in dieser globalisierten Welt mit ihren wunder-vollen Regionen.

Hier kommt sie also, je nachdem, wie man zählt, die elfte bzw. zehnte Sammelmail. Ich schicke diese Mails natürlich in jeweils anonymisierter Form an die recht großen Verteiler.
*Ihr könnt sie weiterhin gern weiterschicken und mit anderen teilen.
*Wenn Ihr mir mitteilt, dass Ihr diese Mails nicht mehr haben wollt, nehme ich Euch/Sie natürlich aus dem Verteiler heraus.
*Auch ein Blick auf die Homepage kirche-kultur-oberharz.de könnte interessant sein. Wir bauen sie völlig neu auf – aber auch als Baustelle ist sie schon recht spannend. Und alle bisherigen Freitagslieferungen können auf ihr nachgelesen werden.

Für den 4.9. und das Wochenende nun einige Gedanken, ein Essay von Achim Lenz zum Thema:
„Bin ich systemrelevant?“
-ein kurzes Essay über die Lage der «Kulturnation Deutschland»-

Es war am 13. März 2020 um 19.30 Uhr, als meine neue Inszenierung von Mozarts «Die Zauberflöte» am Theater Nordhausen zum letzten Mal zu sehen war. Insgesamt mit der Premiere war sie genau drei Mal zu sehen. Dann war Schicht in Sarastros Schacht. Zwei Monate Probenzeit verpufften ihre Wirkung bei drei ausverkauften, applausumwogten Vorstellungen.

Wobei schon bei der letzten an eben diesem Freitag, den 13. März, viele Zuschauer auf ihren Platz im Theater verzichteten. Das Theater glich einem Hochsicherheitstrakt. Die Security nahm vor Einlass die Personalien auf, an der Kasse der Kartenzentrale spielten sich tumultartige Szenen ab, hinter der Bühne wollten Orchestermusiker erst gar nicht in den Graben, und als die Tage darauf das Theater Nordhausen in seinen Dornröschencoronaschlaf fiel, waren die Verantwortlichen heilfroh, dass in der thüringischen Kleinstadt nichts Schlimmeres geschehen ist. Wenige Tage später wurde die Theaterkasse vollständig bis auf weiteres geschlossen.

Während so das kulturelle Leben in Deutschland wie ein Kartenhaus in sich zusammenfiel und wir uns alle in den «Lockdown» verabschiedeten, hatte ich meine Spielzeit in Bad Gandersheim noch vor mir. Ende April sollte die Tribüne mit 999 Plätzen aufgebaut werden, das Equipment für Ton und Licht installiert und die Infrastruktur der Gastronomie aufgebaut werden. Das Ensemble war auf den 11. Mai bestellt und insgesamt 70 Mitarbeiter warteten darauf, in Gandersheim die Domfestspiele gemeinsam zu kreieren und abfeiern zu lassen. Wie wir wissen, kam alles anders. Der Aufsichtsrat sagte den Theatersommer 2020 komplett ab.

Und so wie die gastronomischen Betriebe und alle Hotels ihre Pforten verriegelten, so saßen nun auch wir Künstler zuhause und waren alleine mit Netflix, Facebook und einem mulmigen Gefühl im Bauch. Die Hauptfrage: wie soll es denn nun weitergehen?

Anfangs wurde die «Ruhe» der Abgeschiedenheit des Lockdowns noch gelobt, es wurde eine «Kreativphase» ausgerufen, Brot gebacken und man befasste sich wieder mal mit Büchern, dem Garten oder seinem dahinsiechenden Bankkonto. Und genau hier trat uns Künstlern das erste Mal das «P» in die Augen. Wenn alle Veranstaltungen nicht stattfinden, wenn keine Zuschauer da sind, wenn uns allen gekündigt wird, was wird denn aus uns?

Kultur ist kein Hobby. Man würde wohl auch nicht in eine Stadt reisen und dort ein Hotel buchen und in Restaurants essen, wenn es da nur das Hotel und das Restaurant gäbe. Wo kein Museum ist, kein Theater, kein Kino oder kein Konzertsaal, wo keine Clubs sind, da muss die Stadt dann schon noch einiges anderes zu bieten haben. Wie sieht es aus mit den Geschäften in der Innenstadt? Auch die profitieren doch genau von den kulturellen Angeboten, die sich in ihrer Nähe befinden. Doch jetzt, wo alles zu hat, hat man sehr wohl die Wirtschaft einer Stadt mit all ihren merkantilen Eigenschaften auf dem Schirm, Kultur gilt aber weiterhin als Hobby mit Privatrisiko. So ist man halt selber schuld, wenn man eine Schauspielausbildung gemacht hat, intelligenter wäre es gewesen, Chef von Amazon zu werden.

Viele Menschen verbinden mit dem Begriff des Künstlers wilde Phantasien von freien, alkoholisierten, herumgaunernden, vollständig bekifften Genies, welche spät aus den Federn kommen und die ganze Nacht durchvögeln. Schön wäre es. Natürlich gibt es viele Hobbykünstler, Amateure und Laien, welche durch das bloße Ausüben ihrer Kunst, beglückt und erhobenen Hauptes sagen: «wie schön, darf ich das nebenher noch machen». Diese Perspektive darf man aber nicht auf hauptberufliche Künstler anwenden.

Hier geht es nicht um private Selbstverwirklichung. Unser professionelles Personal und unsere professionellen Strukturen sind systemrelevant. Die Kreativwirtschaft hat 2018 eine Bruttowertschöpfung von 100,5 Milliarden Euro geschaffen. Vielleicht sollte man darüber nachdenken, ob man nicht mehr in den Wiederaufbau dieses Systems investiert, als man es bisher versucht hat. Denn wir können uns den Verzicht auf Kultur nicht leisten.

Doch gerade hier fallen viele Künstler durch sämtliche Löcher im Auffangnetz. Warum? Weil das Kulturfinanzierungssystem in Deutschland auf wackeligen Füßen steht. Wir reden erst mal gar nicht von den Sofort-Hilfen, welche für die sogenannten Solo-Selbständigen gar nicht in Frage kamen, da ein Schauspieler z.B. keine Ausgaben angeben kann, die er zurückerstattet kriegt. Tatsächlich leben viele offenbar – auch das hat die Krise nun mal deutlich gezeigt – von der Hand in den Mund. Ob da noch was für Sparen oder für das Alter übrigbleibt, möchte ich bezweifeln, auch weil gutvernetzte Künstler in Ballungsgebieten mit hohen Mietpreisen wohnen müssen.

Die Gandersheimer Domfestspiele haben es mithilfe von Land, Bund, verschiedenen Stiftungen, Spenden von Kartenverkäufen, privaten Sponsoren und vielen kleinen finanziellen Bekundungen geschafft, die Strukturen ins nächste Jahr zu retten. Wir können – wenn es denn geht – wieder spielen, wir können die Arbeitsplätze wieder anbieten. Aber wir mussten uns auch von allen Angestellten dieses Jahr lösen. Keine Einnahmen – keine Bezahlung möglich.

Andere Theater hatten diese Probleme nicht, da sie bis zu 90% durch die öffentliche Hand finanziert sind. Diese hatten dafür andere Probleme. Was machen all die Opernhäuser zum Beispiel mit all ihren vollbezahlten, unkündbaren Orchestern? Was machen sie mit ihren Ballett-Ensembles und Opernchören, die nicht tanzen und singen dürfen? Was macht ein Staatstheater mit all seinen Mitarbeitern hinter der Bühne, wenn gar nichts stattfindet?

Dort, wo die freie Szene eh schon am Ende war, liegt sie nun vollkommen niedergestreckt am Boden, da in Deutschland der Begriff des «Projekts» für eine Finanzierung durch das Land von großer Bedeutung ist. Kein Projekt heißt kein Geld. Aber die kulturellen Institutionen in der Fläche, also außerhalb des Ballungsraumes, oder stadtintern als Subkultur sind evidenter Bestandteil einer heterogenen Kulturlandschaft, für die die «Kulturnation Deutschland» doch so berühmt ist.
Und an so vielen Stellen kämpfen gerade private Einrichtungen um ihr Leben: hier geht es auch um kulturelle Bildung, um Teilhabe von Randgruppen unserer Gesellschaft, um Erziehung im Allgemeinen und demokratische Meinungsbildung im Spezifischen. Kann das dem Staat so egal sein?

So schien es in den ersten Monaten der Krise ziemlich ernüchternd, als man sah, dass man erstmal am Ende der Nahrungskette steht. Auch die Staatsministerin für Kultur, Monika Grütters, meinte damals noch, dass die Künstler mit ihren kreativen Fähigkeiten immer einen Weg finden würden. Welch ein Hohn: der Kreative wird sicher einen Weg aus dieser Krise finden. Also sei kreativ!

Wir waren kreativ und wir haben uns bemüht. Wir haben auch viel Schlechtes gemacht. Wir haben angefangen das Internet mit unserer Kreativität zu fluten, natürlich alles gratis und franko. Wir haben angefangen, auf Balkonen für Pflegepersonal Musik zu machen. Wir haben umsonst Gesangsunterricht im Netz erteilt, und die Theater haben unsere Inszenierungen gestreamt und wir guckten seltsam unbeteiligt dabei zu, wie wir nicht auf der Bühne, sondern auf dem Sofa weiterverwertet werden, bis nichts mehr von uns da scheint.

Die Wut war groß und die Verzweiflung auch. Bei Facebook und im Netz allgemein haben sich Gruppen gebildet, und der ganze Hass und das Unwissen wurde zusammengeschmissen und es wurde geschossen gegen alles, was irgendwie schuld an der Misere haben könnte: Politik, Wirtschaft, Theaterleitungen, Korinthenkacker, etc. Der Beamte, der sein Gehalt schön weitergezahlt bekommen hat war ebenso ein Hassobjekt wie die gerettete Lufthansa.

Die Künstler, welche sich – plötzlich mit ihrem eigenen Nachwuchs zuhause konfrontiert – doch sonst so frei und frisch alles leisten konnten und dadurch erst so richtig kreativ wurden, zogen sich in sich selbst zurück und schmollten. Denn es gab und gibt bis heute keine Lösung für das Problem. Es geht natürlich nicht nur um Geld. Es geht auch um Anerkennung und um Status. Die Politiker, welche sich in den Sommermonaten noch mit den Stars vor der Tribüne ablichten ließen, waren jetzt plötzlich nicht mehr bereit, diese Stars aus ihrer Lethargie der Bedürftigkeit herauszureißen. Was ist geschehen? Sind wir plötzlich nicht mehr wichtig? Braucht ihr uns offenbar alle nicht mehr?

Als Dozent für Schauspiel und Musiktheater an der Folkwang Universität der Künste im Ruhrgebiet guckte ich in die Abschlussklassen bei Oper, Schauspiel, Tanz und Musical – und ich sah ratlose Gesichter. Und jetzt? Vier Jahre mit Diplom staatlich ausgebildet. Und jetzt?

Während ich mich daransetze, eine neue Spielzeit zu planen und ein alternatives Kulturprogramm im Herbst und Winter mir aus den Fingern sauge, überlege ich täglich, warum es gerade uns so hart trifft. Warum gerade bei uns gar nicht mehr möglich ist. Gerade erarbeite ich für das Theater Nordhausen eine erste Corona-Inszenierung «The Fairy Queen» von Purcell, da «Die Zauberflöte»-Arbeit so wohl in nächster Zeit nicht gespielt werden kann. Premiere ist am 25. September 2020 am Theater Nordhausen.

Aber wie soll das alles gehen, mit Abstand, mit weniger Zuschauern und mit weniger Interaktion der Darsteller auf der Bühne? Alle Versuche, die momentan auf den Bühnen entstehen führen das Theater als emotionale Geschichtenerzählerin ad absurdum. Unsere Kunst lebt von der Nähe zum Rezipienten, vom Lauten und Leisen, vom Körperlichen, vom Geruch und vom Schweiß der Schauspielenden, vom Live-Moment, vom Diskurs davor und danach, hier erfährt doch das dionysische antike Mysterienspiel seine Wahrheit und zeigt sich als wichtiges demokratisches Element der Bildung unserer Gesellschaft.

Es wird lange dauern die Gräben, welche das Virus in unserer Kultur hinterlassen hat, aufzuschütten. Wir sollten uns aber jetzt schon an die Arbeit machen. Vielleicht hinterfragen wir nochmals, wie wir unsere Kulturlandschaft in Zukunft finanzieren wollen, denn: eine Gesellschaft leistet sich ihre Kultur. Kultur ist keine freiwillige Leistung. Kultur ist systemimmanent und die Künstler sind systemrelevant. Längerfristige Leistungsvereinbarungen der Länder mit den kulturellen Einrichtungen würden eine permanentere Planung ermöglichen. Künstlergagen müssen sozial gerecht sein und kein «Goody», das man für seine freiwillige Kreativität nachgeschmissen bekommt: im Sinne von: wenn Sie Musik an unserer Hochzeit spielen, dürfen Sie auch beim Buffet mitessen.

Und wir Künstler müssen uns genau überlegen, wie wir wieder die Nähe zu unseren Zuschauern finden können, ohne diese in dieser kranken Zeit zu verängstigen oder gar anzustecken. Wir brauchen Programme und alternative Systeme, neue Bühnen und Modelle, die wohl kleiner und individueller, flexibler und einfacher zu handhaben sind. Auch wenn es uns nicht gefällt: die Zeit der großen Megaveranstaltungen ist vorbei. Es wird Zeit, wieder kleinere Brötchen zu backen.

Es wird lange dauern, bis wir wieder da sein werden, wo wir einst waren. Die Gandersheimer Domfestspiele haben es geschafft in den letzten vier Jahren konsequent viele Dinge zu verbessern. Das Ensemble bekommt von einem Sponsor über die ganze Spielzeit ein Catering, wir haben ein Probenzentrum mit drei Bühnen, Garderoben, Toiletten, Küche und Lagerräumen gebaut, wir haben unser Niveau in künstlerischer Hinsicht jedes Jahr ästhetisch gehoben, und das Sommertheatererlebnis wurde durch Gastronomie und durch die liebevolle Ausgestaltung des Festspielareals jährlich optimiert. Vielleicht müssen wir bereit sein, dies alles erstmal hinter uns zu lassen und Theater im ländlichen Raum neu denken. Aber eines dürfen wir auf keinen Fall: den Kopf in den Sand stecken und warten, bis alles vorbei ist. Nein: aktiv und mit großer Lust für Theater und Spiel drücken wir uns als systemrelevante Geschichtenerzähler in den Vordergrund und bieten unseren Zuschauern das, was sie verdient haben: professionelles, emotionsgeladenes und von Herzen kommendes Sommertheater.

Achim Lenz ist Intendant der Gandersheimer Domfestspiele, Niedersachsens größtem professionellen Freilichttheater mit jährlich über 60.000 Zuschauern, Dozent für Schauspiel und Musiktheater an der renommierten Folkwang Universität der Künste im Ruhrgebiet und Autor und Regisseur an unterschiedlichen Theatern in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
www.achimlenz.ch oder auf unsere Domfestspielseite: www.gandersheimer-domfestspiele.de

Werfen Sie auch einen Blick auf:
www.gandersheimer-domfestspiele.de
www.theater-nordhausen.de
www.folkwang-uni.de

Zum Abschluss noch einmal in eigener Sache:
Das Oberharzer Kulturkircheprojekt unter der Leitung der dortigen landeskirchlichen Beauftragten für Tourismus, Kultur und Öffentlichkeitsarbeit in dieser Region will exemplarisch und im Medium von Kunst und Kultur die Kirchen/Region mit der Welt verknüpfen und Weltkultur in die Region holen. Es ist ja deutlich wie nie, dass es in Krisenzeiten immer auch spezifisch regionaler Lösungen bedarf, ohne das nationale, europäische und auch das globale Ganze aus dem Blick zu verlieren.
Die Kunst, wo sie denn politisch wird, erhebt die Stimme immer im Namen der Freiheit und des Schutzes einzelner und im Namen stigmatisierter Gruppen. Beides soll nicht gegeneinander ausgespielt werden. Das ist ein großes Plädoyer auch für die Menschenwürde bei gleichzeitiger und größtmöglicher Meinungs- und eben auch Religionsfreiheit aller.

Beginn der diesjährigen Kulturkirchenreihe KircheMachtSinn ist erst einmal angedacht für
Freitag, den 2. Oktober 2020, um 19:30 Uhr, am Vorabend zum Tag der Deutschen Einheit: „Freiheit, die ich meine” – Ein Abend mit Filmen und Tango Argentino in der St.-Salvatoris- Kirche in Zellerfeld

In der Reihe Kirchenkunststückchen – KircheMachtSinn ist das Jahresmotto 2020:
WEGZEICHNER-QUERDENKERSCHÖNHEITSDURSTIGE
Auch 2020 ist es so gehalten, dass die Fragen nach Kirche und Macht, Macht und Sinn und Kirche und Sinn in ihrer theologischen und kirchlichen sowie kulturellen und gesellschaftspolitischen Bedeutung noch deutlicher hervortreten und aufeinander bezogen werden können.

13.11 .2020, 19:30 Uhr: Orgel und Tanz zum Thema „Schönheitsdurst”
Noch einmal werden wir an der Orgel Dr. Elke Völker aus Mannheim bei uns begrüßen dürfen. Wer sie bereits gehört hat, weiß, was sie alles der schönen Zellerfelder Orgel entlocken kann. 2020 mit einem Wechsel im Tanz Part. Wir freuen uns auf Monica Garcia Vicente aus Hannover!

2021:
Den öffentlichen Auftakt zu einem Workshop begehen wir am Freitag, dem 7. Mai 2021, um 19:30 Uhr mit einer Fotoausstellung bzw. Dia-Show zum Thema „Wegzeichner”.
Kleine Lesungen aus Goethes Werk erläutern im O-Ton und bereiten einen Vorgeschmack auf den Workshop der beiden Folgetage.
Herzlich laden ein: Thomas Block,
Minden, und Sybille Fritsch-Oppermann, Beauftragte für Tourismus, Kultur und Öffentlichkeitsarbeit in der Region Oberharz.

Am 8. und 9. 5. 2021 planen wir einen weiteren unserer Fotoworkshops „Mit den Augen Pilgern” – diesmal auf den Spuren Goethes im Oberharz.
Am Samstag werden wir ab 10:00 Uhr in der Zellerfelder Winterkirche arbeiten.
Ende gegen 20:00 Uhr.
Goethes Naturphilosophie und Ästhetik im Zusammenhang mit seinen Harzwanderungen sollen zum Ausgangspunkt einer Auseinandersetzung mit verschiedenen fotografischen Techniken gemacht werden.
Weiter geht es dann am Sonntag.
Hierfür haben wir um einen Raum im Mönchehaus Museum in Goslar gebeten.
Geleitet wird dieser Workshop, wie bereits die Fotoworkshops der letzten Jahre, von Thomas Block aus Minden.

Ebenfalls 2021:
9.7.2021, 19:30 Uhr: Rezitation und Lesung aus Heines Werken zum Thema „Querdenker”
Am Vorabend eines Theaterworkshops werden wir zum dritten Mal den Schauspieler und Theaterpädagogen Hendrik Massute aus Hannover in Zellerfeld begrüßen können.
Wir freuen uns auf seine Auswahl von Texten Heinrich Heines, der nicht zuletzt in seiner „Harzreise” viel zu natürlicher und Seelenlandschaft in Deutschland zu erzählen wusste.

Es schließt sich am 10. und 11 . 7. 2021 ein Theaterworkshop zu diesem Thema an.
Der Workshop ist begrenzt auf 20 Personen und wendet sich an alle Altersgruppen, besonders auch an Schüler, Konfirmanden und Studierende.
Am Samstag werden wir ab 10:00 Uhr in der Zellerfelder Winterkirche arbeiten.
Ende gegen 20:00 Uhr.
Wer von weiter anreist und Schlafsack und Luftmatratze mitbringt, kann in der leerstehenden Zellerfelder Pastorenwohnung, gleich gegenüber der Kirche übernachten (auch schon ab Freitag).

Weiter geht es dann, vorbehaltlich der 2021 gegebenen Möglichkeiten, am Sonntag in der ALTEN SCHMIEDE im Weltkulturerbe Erzbergwerk Rammelsberg.
Begleitet und geleitet wird dieser Workshop ebenfalls von Hendrik Massute.

Und zu den virtuellen Salons zu Heines und Goethes Harzwanderungen, unter dem Thema QUERDENKER bzw. SCHÖNHEITSDURST laden wir ein am 28.10. 2020 und 25.11. 2020 jeweils um 20.00 (bis ca 21.00).

Einführende Trailer finden Sie in einem hierfür produzierten nicht öffentlichen You-tube Beitrag auf unserer Homepage kirche-kultur-oberharz.de jeweils im Oktober bzw. November

Wir bitten für alle Live Veranstaltungen in der St.-Salvatoris-Kirche Zellerfeld und wegen begrenzter Teilnehmendenzahl auch für die beiden virtuellen Salons um vorherige Anmeldung an: Frau Astrid Thies, Büro der Beauftragten für Tourismus, Kultur und Öffentlichkeitsarbeit im Oberharz Prof.-Mohrmann-Weg 1, 38644 Goslar-Hahnenklee oder per Mail an: TourismusKulturOberharz@web.de – Telefon 05325/2378.