Und Sie fanden keinen Platz in der Herberge?!

„Weihnachten fällt aus”. So werden hier und da und allzu reißerisch führende Virologen und Experten unseres Landes zitiert. Warum? Weil es mit ziemlicher Sicherheit sehr anders sein wird als die Weihnachten, die wir in den Jahren zuvor erlebt haben? Wirklich? Wenn wir uns nur lange genug zurückerinnern, war Weihnachten immer oder mindestens immer mal wieder neu und anders. Mal kam das als eine große schöne Überraschung, mal als eine Enttäuschung, die aber nach und nach überwindbar war. Wir haben Weihnachtsfeste allein gefeiert, im fremden Land, mit einer großen Familie, mit Freunden, in trauter Zweisamkeit. Weihnachten ist immer anders, in jedem Haus, in jedem Land, in jeder Kultur, in jeder Epoche, für unterschiedliche
Berufsgruppen. Die Tage, die zum christlichen Weihnachtsfest, nach und nach in seinen jetzigen Formen geführt haben, fanden in einem heidnisch-jüdischen Kontext statt. Während einer Volkszählung. In politisch gefährlichen und auch sonst unsicheren Zeiten. Ein junges Paar, mit einem sehr unerwarteten Kind und fern von zuhause. Kein Hotel, keine Pension, keine Herberge zu finden. Und dann und doch größtes Wunder, größte Liebe, größte Hoffnung in einem Stall. Wenn wir diese Gute Nachricht im Herzen behalten, wird Weihnachten niemals ausfallen. Wenn wir Gott im Herzen behalten,
werden wir vielleicht und gerade in diesem Jahr einen Stern sehen, der zum Heil führt. Rosen im Schnee, Kerzen in den Fenstern.

Das wünscht Ihnen Ihre
Pn. Dr. Sybille C. Fritsch-Oppermann
Beauftragte für Tourismus, Kultur und
Öffentlichkeitsarbeit in der Region
Oberharz, KK Harzer Land/LK Hannovers
ANGEDACHT
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