Virtueller Atelierbesuch und eigene Kunstversuche

Virtueller Salon im Oberharz mit Pastorin Sybille Fritsch-Oppermann weiterhin in digitaler Form

Momentan läuft eben vieles digital! So auch die Reihe „Kirchenkunststückchen – KircheMachtSinn“ mit ihren monatlich stattfindenden Virtuellen Salons. Im Februar war es um die Buchvorstellung „Krise als Chance“ am Beispiel eines Beitrages zu „Leiden in buddhistisch inspirierter Kunst“ gegangen, im März stand ein virtueller Atelierbesuch bei der Künstlerin Wenche Burger-Nöstvold auf dem Programm. Sie lud am Abend vor Gründonnerstag dazu ein, sich mit ihrer Installation zum Abendmahl auseinandersetzen und sich am Ende kurz selbst an einer kleinen Skizze zu versuchen. Und 16 Interessierte nahmen teil. Sie philosophierten über die Bedeutung der Installation, die 13 Heuschrecken an einer langen Tafel zeigte. Jede Heuschrecke war auf einem Teller drapiert – und vier sahen aus der Tafelmitte zu. Haben sie auf dem Teller keinen Platz gefunden? Werden noch weitere Gäste erwartet? Und wie wird das Gesamtkunstwerk interpretiert? „Die Plage landet auf dem Tisch – die Gier“, war eine Assoziation zum Kunstwerk. Aber auch folgende: „Die Teller sind leergegessen und die Heuschrecken sitzen gesellig, gesittet am Tisch. Sie haben sich nicht darauf gestürzt, wie man es von Heuschrecken erwarten würde.“ Die Künstlerin fand es spannend, sich gemeinsam ein Kunstwerk anzusehen und Rückmeldungen dazu zu erhalten. Durch Bibeltexte und Moderation abgerundet wurde der Abend von Sybille Fritsch-Oppermann. Zum Abschluss des Abends hatte jeder Teilnehmer noch die Gelegenheit, einen eigenen Kunstversuch zu starten.
„Und auch 2021 ist es so gehalten, dass die Fragen nach Kirche und Macht, Macht und Sinn und Kirche und Sinn in ihrer theologischen und kirchlichen sowie kulturellen und gesellschaftspolitischen Bedeutung noch deutlicher hervortreten und aufeinander bezogen werden können“, sagt Initiatorin Dr. Sybille Fritsch-Oppermann, Beauftragte für Tourismus, Kultur und Öffentlichkeitsarbeit in der Region Oberharz.
Der nächste Virtuelle Salon, eine Buchvorstellung von Christian Zürner zu „Ästhetisches Sorgen. Eine Theorie der Kunst“ findet am Mittwoch, 28. April, von 20 bis etwa 21 Uhr statt. Weitere Infos sind auf der Homepage kirche-kultur-oberharz.de zu finden. „Seien Sie gespannt und sagen Sie es weiter“, gibt Fritsch-Oppermann mit auf den Weg. Interessierte sind herzlich willkommen. Anmeldungen bitte an: TourismusKulturoberharz@web.de

Text und Foto: Mareike Spillner